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ZNS-wirksame Pharmaka

Warum sind ZNS-wirksame Pharmaka im Alter besonders kritisch zu sehen ?

Alle Substanzen die ins Gehirn gelangen und dort ihren Wirkungsort haben, können als Nebenwirkungen Kognitionsstörungen, Verwirrtheit oder Delir haben bzw. das Sturzrisiko erhöhen. Besonders bei älteren Menschen muss man aufpassen, da sich Veränderungen in den Nervenbahnen abspielen. Arzneimittel, die in diese Steuersystem eingreifen zeigen damit häufig eine veränderte Wirkung bzw. veränderte Empfindlichkeit.

Beispiele:

Die Abnahme der Zahl dopaminerger Rezeptoren im Striatum ist von der Parkinson-Krankheit bekannt, ihre physiologische Abnahme im Alter bedingt eine erhöhte Empfindlichkeit älterer Menschen zum Beispiel für Neuroleptika.

In die umgekehrte Richtung zeigt der Pfeil bei der Zahl der Benzodiazepin-Rezeptoren, die im Alter zunimmt. Hierbei handelt es sich jedoch „nur“ um einen regulatorischen Mechanismus an den Rezeptoren der Gamma-Aminobuttersäure (GABA), der letztlich auch eine erhöhte Empfindlichkeit für Medikamente, in diesem Fall für Benzodiazepine beschreibt: Die Sedierung durch Benzodiazepine ist im Alter ausgeprägter, ebenso die Reduktion des Muskeltonus, die zusammen mit der eben beschriebenen veränderten Blutdruckregulation die verstärkte Sturzneigung älterer Menschen unter dem Einfluss von Medikamenten erklären kann.

Aus <https://www.aerzteblatt.de/archiv/202218/Kognitionsstoerungen-durch-Medikamente-Verwirrt-und-vergesslich-aber-nicht-dement>

Aus <https://www.arzneimitteltherapie.de/heftarchiv/2003/11/veranderungen-der-wirksamkeit-von-arzneimitteln-im-alter.html>

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