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Fallbeispiel

Eine 49-jährige Frau mit Hypothyreose entwickelte nach einer Dosiserhöhung von Levothyroxin (L-T4) (Eutyrox®️) von 25 µg auf 50 µg eine Leberfunktionsstörung. Eine Virushepatitis, Autoimmunhepatitis und nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) wurde mithilfe von Untersuchungen ausgeschlossen. Es gab keine gleichzeitige Medikation und auch keine Vorgeschichte im Bezug auf infektiöse, chronische oder andere Autoimmunerkrankungen.

Welche Behandlung wäre Ihrer Meinung nach die erste Wahl und wie erklären Sie sich die Leberfunktionsstörung?

Prof.Sarikas und Shadi Alhamam haben auf diesen Beitrag reagiert.
Prof.SarikasShadi Alhamam

Zuerst ein Absetzen von Levothyroxin-Natriumtabletten (Eutyrox), hier sollten sich die Leberenzyme allmählich wieder normalisieren.

Der Hauptunterschied des Zusatzstoffs beider Tabletten besteht darin, ob er Lactose enthält oder nicht: Euthyrox® enthält Lactose, die keine Leberschädigung verursacht hat, wodurch ausgeschlossen wird, dass ein Zusatzstoff von Euthyrox® zu einer Leberschädigung beigetragen hat. Der relativ schnellere und größere Ersatz durch synthetisches T4 bei Hypothyreose, die eine vorübergehende Thyreotoxikose verursachte, wurde vermutet, obwohl die Schilddrüsenfunktion normal war. Es liegt wohl eine seltene genetische Anfälligkeit der Patientin vor.

Quelle: Yu H, Zhang W, Shen C, Zhang H, Zhang H, Zhang Y, Zou D, Gong X. Liver dysfunction induced by Levothyroxine Sodium Tablets (Euthyrox®) in a hypothyroid patient with Hashimoto's thyroiditis: case report and literature review. Endocr J. 2019 Sep 28;66(9):769-775. doi: 10.1507/endocrj.EJ19-0078. Epub 2019 Jun 18. PMID: 31217393.

Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31217393/

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