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Intrazelluläre Anreicherung von Azithromycin

In einer Frage auf mcpeer sollte die am WENIGSTEN zutreffende Antwort ankreuzen. Markiert ist: "Azithromycin reichert sich stark intrazellulär an."

Allerdings steht auf Arzneimitteltherapie.de bezüglich Azithromycin: "Besonderes pharmakokinetisches Verhalten, das gekennzeichnet ist durch hohe intrazelluläre Anreicherung in körpereigenen Abwehrzellen und eine lange Eliminationshalbwertszeit." Das würde ja auch Sinn machen, da das Medikament in seinem breiten Wirkspektrum ja auch intrazelluläre Erreger (Chlamydien, Legionellen, Mykoplasmen) enthält.

Was davon ist nun richtig? 🙂

 

Azithromycin penetriert gut in Zellen und erreicht dadurch auch intrazelluläre Erreger wie Chlamydien, Mykoplasmen und Legionellen. Als Azalid-Antibiotium reichert es sich v.a. in Phagozyten, Granulozyten, Monozyten und Alveolarmakrophagen an und wird an Orte der Entzündung transportiert wird, wo es dann langsam freigesetzt. Mit einem Verteilungsvolumen von 31,1 l/kg erreicht es in den Geweben deutlich höhere Wirkstoffkonzentrationen als im Plasma. Insbesondere Lunge, Tonsillen und Prostata weisen hohe Azithromycin Konzentrationen auf.

Quellen:

https://go.drugbank.com/drugs/DB00207
https://www.aerzteblatt.de/archiv/45619/Atemwegsinfektionen-Neue-Studiendaten-zu-Azithromycin

 

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