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High-ceiling Diuretika

Aus welchem Grund gelten Schleifendiuretika als die ,,am stärksten wirksamen‘‘ Diuretika?

Hey Niklas!

Die Begründung, dass einige Schleifendiuretika (wie z.B.: wie Furosemid und Torasemid) den „High-ceiling-Diuretika“ zugeordnet werden ist, dass diese Medikamente im dicken aufsteigenden Teil der Henle Schleife angreifen und dort den NKCC2 hemmen. Da dieser Teil des Tubulussystem relativ impermeabel für Wasser ist, kommt es zu einer zusätzlich verstärkten Wirkung der Diurese.
Der NKCC2 Transporter wird auch in der Makula Densa gebildet und nimmt wahr, wie viel Na in den Distalen Tubulus kommt. Bei mehr Natrium wird die afferente Arteriole konstringiert und eine Abnahme der Nierendurchblutung erzeugt. In diesem Fall befindet sich dann ja weniger Natrium in der Macula Densa und so wird diese Vasokonstriktion ausgeschalten.
Außerdem hängt die Resorption in der Niere stark vom osmotischen Gradienten ab. Durch die Blockade des Transporters kann keine normale Markraumkonzentration hergestellt werden, die physiologisch für die osmotische Resorption von Wasser im Sammelrohr notwendig wäre.

LG Tobi

Quellen:
https://medizin-wissen-online.de/index.php/grudlagen-der-pharmakologie/134431-schleifendiuretika-furosemid-torasemid-piretanid
https://de.wikipedia.org/wiki/Schleifendiuretika
https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Furosemid_283

 

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